Was uns der Facebook-Algorithmus nicht zeigt

Für Facebook ist es wunderbar, wenn grosse Unternehmen viel Geld in die Akquirierung von Fans auf Facebook stecken und dabei auch viele immer teurer werdende Facebook Ads buchen.

Doch wie jüngste Zahlen zeigen, nimmt die Interaktionsrate mit der Anzahl der Fans ab. Wieso das? Geben sich die Unternehmen mit zunehmender Fanzahl weniger Mühe bei den Posts? Warten die «Fans» nur noch passiv aufs nächste Gewinnspiel?

Weder noch.

Denn was wann in meinen Facebook News Feed kommt und ich darauf reagieren kann, das weiss nur Facebook. Für die anderen bleibt dieser Code geheim.

Als Facebook-User ist mir aber aufgefallen, dass in meinem News Feed kaum Nachrichten von Pages kommen (ausser ich bin selber Admin der Page). Tests von mir und anderen haben ergeben, dass auch die vermeintliche «Most recent»-Filter-Funktion nicht wirklich alle «Most recent»-Posts anzeigt. Offenbar nimmt uns Facebook hier die Entscheidung ab, was für uns relevant und interessant sein soll. Unternehmenseiten sind es mit zunehmender Anzahl Fans nicht. Auch wenn man selber einst den «Gefällt mir»-Button geklickt hat.

Schade, denn offenbar traut Facebook seinen Usern nicht zu, dass sie sich selber von Pages «abmelden» können, wenn ihnen die Posts von dieser Seite her nicht mehr gefallen.

Es könnte natürlich auch sein, dass Facebook die Updates der Unternehmen monetarisieren möchte und die Unternehmenspages schon bald zahlen müssen, um im News Feeds ihrer Fans zu erscheinen.

Das Konzept von Google+ mit den Circles verspricht da mehr, verlangt aber vom User auch mehr Pflege ab. Dafür hat es der User (noch) selber in der Hand, von wem er Beiträge sehen möchte und von wem nicht. In welchem Suchresultat uns Google mit seiner Suche jedoch tappen lässt, ist wieder eine andere strenggeheime Filtergeschichte.

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