Crowdfunding mit Kachingle

Neben den traditionellen Verlagshäusern, die sich bis anhin königlich über Werbung finanzieren konnten, überlegen sich momentan auch viele neue reine Online-Publikationen fieberhaft ein Geschäftsmodell.

Dabei sind einige Eckdaten so sicher wie das Amen in der Kirche:

Die heutigen technischen Möglichkeiten in Bezug auf Darstellung, Aufbereitung und Verbreitung von Geschichten verändern den Beruf des Journalisten. Der Nutzer möchte sich ebenfalls einbringen. Zudem besitzt ein Text, der von niemandem gelesen wird, in der Regel keinen Wert.

Das heisst also, dass es für Online-Publikationen neben einer grossen Leserschaft ebenso wichtig ist, eine aktiv partizipierende Nutzerschaft zu haben.

Diese partizipierenden Nutzer, nennen wir sie Community, müssen aufgebaut und gepflegt werden, und zwar durch Qualität, Beziehungen, Respekt und Vertrauen. Im Social-Media-Fachchinesisch wird der Wert dieser treuen Community auch Social Capital genannt. Dieses Social Capital kann nun unterschiedlich zu seinen Gunsten eingesetzt werden.

Kachingle, ein kalifornisches Start-up, wartet hier mit einer interessanten Idee auf:

Der Dienst ist quasi eine Crowdfunding-Netzwerk. Die Menge macht das Geld! Wer immer sich bei Kachingle als Supporter anmeldet, zahlt monatlich einen Betrag, z.B. 5 Dollar (die Grenzen nach oben sind offen), die dann am Ende des Monats unter seinen Lieblingssites, die sich bei Kachingle registriert haben, verteilt werden. Von den monatlichen 5 Dollars wird lediglich ein kleiner Teil für Kachingle sowie PayPal abgezogen. Momentan erfolgt die Zahlung monatlich, es sind jedoch flexiblere Zahlungsmodelle in Planung. Die Idee hinter Kachingle ist eigentlich eine Weiterführung der Donation-Modells, nur werden bei Kachingle mit einer einzigen Zahlung gleich mehrere Projekte unterstützt und das erst noch nach der effektiven Häufigkeit, mit welcher man seine speziell gekennzeichneten Lieblingswebsites besucht.

Kachingle ist noch jungfräulich, aber haben sich erstmal viele Kachingler angemeldet, kann der Dienst eine willkommene zusätzliche Einkommensquelle für Online-Publisher darstellen. Endlich könnte auch die Währung der Freunde und Followers in Bares umgewandelt werden. Einen noch stärkeren Ausbau in Richtung Social Media würde ich daher empfehlen.

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