Unsere Social Media Packages im Vergleich

Social Media hat die Welt revolutioniert – im wahrsten Sinne des Wortes. Und doch stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung hin zu mehr Transparenz, mehr Dialog, mehr Austausch. Auch für Unternehmen werden diese neuen Kommunikationskanäle immer wichtiger. Eine «corporate communication policy» ohne Einbindung von Social Media ist nicht mehr zeitgemäss.

Die Nutzung dieser neuen Kommunikationskanäle will aber gelernt sein, denn nebst dem grossen Potential gibt es natürlich auch Risiken. Deshalb bieten wir Ihrem Unternehmen nicht nur massgeschneiderte Social Media Lösungen an, sondern schulen Ihr Personal in der richtigen Nutzung und übernehmen/begleiten die Pflege so lange, wie nötig.

(Klicken, um die Infografik zu vergrössern)

via insideview.com

Massgeschneiderte Social Media Lösungen

Wie gehen wir vor? Zuerst wollen wir Ihr Unternehmen und Ihre Produkte, Ihren Markt und Ihr Zielpublikum kennen und verstehen lernen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen erstellen wir eine Empfehlung, auf welchen Kanälen wie vorzugehen ist. Im gemeinsamen Austausch verfeinern wir die Empfehlung zur Strategie. Dananch geht es an die Umsetzung: wir bauen die gewählten Profile auf und starten die Interaktion mit Kunden bzw. potentiellen Kunden.

Fünf Elemente des Social Media Einsatzes

· Strategie erstellen
· Content Research, Texting
· Interaktion
· Network Building
· Monitoring

Da die Bedürfnisse nach Social-Media-Integration im Hinblick auf Budget und Pflegeaufwand sehr unterschiedlich sind, haben wir nach unseren Erfahrungen vier Packages zusammengestellt, die bestimmt allen Anforderungen gerecht werden.

1 Package «say hello»
Das Level 1 beinhaltet neben dem Ausarbeiten einer Social-Media-Strategie für Ihr Unternehmen auch das Erstellen von zwei Social-Network-Profilen. Dazu gehören wöchentliche Statusupdates (mind.2 pro Woche), tägliches Beantworten von Kommentaren sowie kontinuierliches Network Building.

2 Package «we’re serious»
Das Level 2 beinhaltet neben dem Ausarbeiten einer Social-Media-Strategie für Ihr Unternehmen auch das Erstellen von drei Social-Network-Profilen. Falls eine Facebook-Page dazu gehört, ist auch ein massgeschneiderter Einstiegs-Tab inbegriffen. Dazu gehören auch wöchentliche Statusupdates (mind. 3 pro Woche), tägliches Beantworten von Kommentaren, Reputation Monitoring sowie kontinuierliches Network Building. Nach Absprache wird jede 2. Woche ein strategischer Conf Call durchgeführt.

3 Package «we’re dead serious»
Das Level 3 beinhaltet neben dem Ausarbeiten einer Social-Media-Strategie für Ihr Unternehmen auch das Erstellen von fünf Social-Network-Profilen. Falls eine Facebook-Page dazu gehört, ist auch ein massgeschneiderter Einstiegs-Tab inbegriffen. Dazu gehören auch wöchentliche Statusupdates (mind. 4 pro Woche), tägliches Beantworten von Kommentaren, Reputation Monitoring sowie kontinuierliches Network Building. Wir greifen natürlich auch mit redaktionellen Inputs unter die Arme und unterstützen Sie mit Content Research, zwei Blog-Artikel pro Monat. Nach Absprache wird jede Woche ein strategischer Conf Call durchgeführt.

4 Package «we can’t be without it»
Das Level 4 beinhaltet neben dem Ausarbeiten einer Social-Media-Strategie für Ihr Unternehmen auch das Erstellen von all ihren gewünschten Social-Network-Profilen. Falls eine Facebook-Page dazu gehört, ist auch ein massgeschneiderter Einstiegs-Tab inbegriffen. Dazu gehören auch wöchentliche Statusupdates (mind. 4 pro Woche), tägliches Beantworten von Kommentaren, Reputation Monitoring sowie kontinuierliches Network Building. Wir greifen natürlich auch mit redaktionellen Inputs unter die Arme und unterstützen Sie mit Content Research, vier Blog-Artikel pro Monat. Nach Absprache wird jede Woche ein strategischer Conf Call durchgeführt sowie ein monatlichem Reporting erstellt.

Schulung

Wir empfehlen, zu allen Packages unbedingt das Angebot der Schulung zu nutzen. Denn die richtige Pflege ist die Essenz von Social Networks. Fehler können leicht vermieden werden, doch wenn sie gemacht werden, kann sich das sehr kontraproduktiv auswirken. In der Schulung werden wir allgemein auf Social Networks eingehen sowie an Beispiele aufzeigen, wie es zu machen bzw. nicht zu machen ist.

Ganz konkret werden auch Tipps und Tricks zur Bewirtschaftung des Networks sowie zum Aufbau der Anhängerschaft gegeben. Wer hat welche Verantwortlichkeiten? Wie reagieren in bestimmten Situationen, welche Postings sind möglich, wie treibe ich den Traffic in die Höhe. Wir gehen auch gerne auf Ihre Anliegen und Wünsche ein.

Zur besseren Übersicht haben wir die verschiedenen Packages in einer Tabelle dargestellt. Die Tabelle kann hier als PDF heruntergeladen werden.


(260 KB)

18. Januar 2012 von F.A.M.O.S. Medien
Kategorien: Digitale Gesellschaft, Pro domo, Social Media | Schlagwörter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Daily iPhone Apps of the Year

Apple kürt Instagram zur «iPhone App of the Year 2011». Instagram ist eine Foto-Community-App, die ausschliesslich auf dem iPhone läuft und trotzdem bereits über 50 Millionen Nutzer zählt. Apples Wahl überrascht daher keineswegs. Instagram gehört auch zu meinen persönlichen Favoriten.

Wenn wir schon dabei sind, möchte ich euch weitere meiner Apps of the Year vorstellen. Zu den Auswahlkriterien gehören weder ausgeklügelte Mechanismen oder Designs, sondern einzig der Nutzen bzw. Spass-Faktor, den diese App für mich hat. Ich benutze diese Apps praktisch täglich. Apps, die in iOS fix integriert sind, habe ich nicht berücksichtigt. Vor allem deshalb nicht, weil ich dem nicht sehr beliebten Wecker keinen so prominenten Platz einräumen wollte, für Twitter dagegen tut es mir leid. Denn diese App nutze ich täglich mit Freude.

Kommen wir zur Auswahl:

1 ) Instagram
Bei Instagram dreht sich alles um Fotos: Fotos anschauen, Fotos schiessen, Filter drüber legen, Fotos teilen liken und kommentieren. Einfach mitmachen und man sieht die Welt plötzlich mit Instagram-Augen.

2 ) Spotify
Spotify ist ein Musik-Streaming-Dienst mit über 15 Millionen Songs. Während die PC-Browser-Version gratis genutzt werden kann, benötigt man für die App ein Premium Abo von Spotify (12.95 CHF pro Monat).

3 ) WhatsApp
WhatsApp ist ein Nachrichten-Service, der die Nachrichten nicht als SMS, sondern über das mobile Netz schickt. Wer also eine Flatrate hat, bezahlt für die Nachrichten nichts.

4 ) Foursquare
Mit Foursquare kann ich mich überall dort einchecken, wo ich gerade bin und meine Freunde so wissen lassen, dass ich im Anmarsch bin oder eben halt an einem ganz tollen Ort.

5 ) SBB
Mit der SBB-App kaufe ich meine ÖV-Bilette. Hat bisher immer einwandfrei geklappt.

6 ) Facebook
Mit der Facebook-App stalke ich Leute, die ich soeben kennengelernt habe oder gleich treffen werde.

7 ) Scrabble
Bei Scrabble gewinne ich meistens. Das Game lässt sich auch ausgezeichnet während langweiliger Zugfahrten oder Fernsehsendungen spielen (sofern man nicht gerade aktiv in der TV Lounge engagiert ist).

8 ) Motlies Memory
Das Motlies Memory spiele ich gerne, weil es auch ein bisschen von mir ist, und es so angenehm meditativ ist. Kinder finden es auch immer ganz toll, aber wahrscheinlich in erster Linie wegen des iPhones.

13. Dezember 2011 von Cecile Oberholzer
Kategorien: Digitale Gesellschaft, Mobile | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Der Bücherwurm hat ausgedient

Alle kennen es, aber erst wenige machen davon Gebrauch: vom digitalen Buch!

In den kommenden Jahren wird sich das jedoch grundlegend ändern. Konnte sich die Buchbranche anders als die Musikindustrie bislang noch erfolgreich gegen die Digitalisierung ihrer Pfründe wehren, so wird auch ihr Kampf ums Überleben härter. Für die Verlage und Buchhändler müssen neue Geschäftsmodelle her, denn alleine mit dem Verkauf eines digitalen Buches lässt sich bei weitem nicht so viel Geld verdienen, wie mit dem Verkauf eines gedruckten Buches.

In den USA ist die Entwicklung schon etwas weiter. Dort verkündete Amazon kürzlich, nun direkt Verträge mit Publizisten abzuschliessen (für Print und E-Books). Die Zwischenagenten verlieren an Wichtigkeit.

Bild: dodocase.com

Doch kurz ein Überblick über den aktuellen Stand der Produkte, Formate und Anbieter, die auf dem E-Book-Markt zu finden sind:

• Produkte: Derzeit ist zu unterscheiden zwischen «klassischen» E-Books, enriched E-Books und Book Apps.

• Formate: Für die klassischen und enriched eBooks sind die Formate PDF (festes Layout) sowie EPUB und proprietäre Formate wie Amazons .mobi oder KF8 wichtig (fliessendes Layout).

• Anbieter: Zu den Händlern gehören die klassischen Buchhäuser wie Barnes & Nobles oder Books A Million in den USA; Thalia, Hugendubel oder Weltbild und viele mehr in Deutschland sowie Orell Füssli, Thalia Schweiz oder Lüthy in der Schweiz. Dazu kommen Anbieter wie Amazon und Google, wobei Amazon im englischen Sprachraum über weit mehr E-Books verfügt als im deutschsprachigen Raum.

Während die meisten Buchhändler ihre E-Books im standardisierten EPUB-Format anbieten, setzt der grösste Online-Händler Amazon gänzlich auf sein eigenes Format (Mobipocket oder nun bald KF8). Auch mit den aufs diesjährige Weihnachtsgeschäft 2011 angekündigten Kindle Touch und Fire lässt sich das EPUB-Format nicht mal lesen.

Für Leser von deutschsprachigen Büchern würde es sich demnach empfehlen, keinen Kindle zu kaufen, da das Angebot auf amazon.de im Vergleich zu amazon.com eher bescheiden ist.

Entscheidet man sich also für einen anderen Reader, zum Beispiel den ImCoSys-Reader (!), den einem books.ch empfielt, so kann man zwar EPUB-Bücher lesen, aber dafür natürlich nicht die Bücher von Amazon. Zudem fühlt sich der Leser über den Tisch gezogen, wenn er für den neusten Schinken von Haruki Murakami (1Q84) fürs E-Book (ohne Druck- und Vertriebskosten) trotzdem 24 CHF zahlen muss. Im gleichen Laden kostet die gebundene Ausgabe von 1Q84 29.90 CHF. Offensichtlich halten die Buchhändler künstlich an ihren gedruckten Büchern solange wie möglich fest, denn dort machen sie immer noch ihr Geld.

1Q84, Murakami Haruki

Im Gegensatz zum Inhalt sind die Reader bereits erschwinglich. Ein klares Zeichen dafür, dass der Buchmarkt immer schneller auf den Kopf gestellt wird. Denn haben die Leser erstmal einen E-Reader, ist der Weg kurz, sich die digitalisierten Bücher anderweitig zu besorgen.

Denn natürlich kann man nur in der Theorie keine EPUBS auf dem Kindle lesen, mit Programmen wie Calibre kann man EPUB schnell in ein Kindle-taugliches Format umwandeln. Nur ist es nicht sehr angenehm, wenn man sein redlich erworbenes E-Book erst mühsam und illegal umwandeln muss, damit es auf dem eigenen Reader gelesen werden kann. Viele werden sich daher die Bücher direkt via Torrent und PirateBay gratis herunterladen.

Für den Leser besteht momentan keine befriedigende, übersichtliche und vor allem einfache Lösung, seine Bücher künftig nur noch ausschliesslich elektronisch zu lesen. Auch preislich müssen die Bücher massiv billiger werden. Dass die Entwicklung nicht aufgehalten werden kann, ist aber mehr als klar. Schlussendlich bringt es abgesehen vom Geruch von frisch gedrucktem Papier nur Vorteile: einfach und bequem vom Sofa aus sein Buch kaufen, seine Bücher mit Freunden innert Sekunden teilen, Social-Empfehlungen, Preis, umweltschonend, Gewicht, das Buch kann auf verschiedenen Devices gelesen werden (unterwegs auf dem Smartphone, daheim auf dem E-Reader), keine Druckkosten… etc.

Ich wage daher einen Ausblick in die Zukunft des hiesigen Buchmarktes: Bald wird ein Anbieter auftauchen, der den E-Book-Markt beherrscht, der weder Barnes & Nobles, noch Orell Füssli und wohl nicht mal Amazon heisst, und der wie eine herkömmliche Bibliothek aufgebaut ist – mit einer Mitgliedergebühr, aber mit viel, viel mehr Büchern.

03. November 2011 von Cecile Oberholzer
Kategorien: Digitale Gesellschaft, Mobile, Print, Tablet | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Von sprechenden Giraffen, Abenteuergeschichten und iPads

Was mögen fast alle Kinder lieber als für die Schule büffeln? Genau, richtige Büffel, Giraffen, Igel, Abenteuergeschichten, Farben, das iPhone oder iPad der Eltern, gamen, malen, eigene Geschichten erfinden… Ist doch klar! Und das Beste daran ist, dass all dies plötzlich möglich ist. Den «Motlies» sei Dank. «Motlies»?

Die «Motlies», das ist ein Kreativkonzept, das auf einer Reihe von Tierfiguren mit sehr unterschiedlichen Charakteren basiert. Die Motlies-Tiere sind schrullig, lustig, gewitzt und können den Kindern helfen, die Umwelt besser wahrzunehmen und zu schätzen. Monatlich erscheint eine neue Geschichte der «Motlies». Diese sind stets spannend, kurz, knackig und auch lehrreich, da immer interessante Fakten über die Tiere in die Geschichten verpackt werden.

Die Geschichten und Zeichnungen stammen alle aus der Feder von Dorit Erzmoneit. Als sie angefangen hatte, Tiere für das Schlafzimmer ihres Sohnes zu malen, führte das eine zum anderen und nach einer Phase des Malens und Recherchierens über unterschiedliche Tierarten, nach viel Inspiration geschöpft aus der Fantasie von Sohnemann Luca, waren die unterschiedlichsten Charaktere plötzlich wie von selbst da.

Und dann traf Dorit uns auf einem Geburtstagsfest. Und als wir erzählten, was wir so tun, wurde aus dem Treffen tierischer bzw. «motliescher» Ernst. Aus dem wunderschönen bunten Haufen, den Dorit kreiert hatte, wurden die «Motlies». Der Name wurde inspiriert durch einen anderen bunten Haufen aus unserer Vergangenheit – die Band ‘Mötley Crüe‘ (vom englischen ‘motley crew’, was zu Deutsch ‘zusammengewürfelter Haufen’ bedeutet).

F.A.M.O.S. Medien unterstützt Dorit bei der Umsetzung des Konzepts. Mit gezielten Marketing-Aktivitäten, PR-Massnahmen und ausgesuchten Partnerschaften bauen wir eine neue multimediale Fantasie-Welt für Kinder (und ihre Eltern) auf. Und wir haben uns hohe Ziele gesteckt.

Als erstes haben wir den Motlies-Webauftritt mit einer eigenen Webseite umgesetzt. Auf der Seite stehen seit Juli die ersten Geschichten kostenlos zur Verfügung. «Motlies» ist eine Fortsetzungsgeschichte – jeden Monat gibt es ein neues Abenteuer zu lesen. Selbstverständlich können die Geschichten auch als PDF-Datei heruntergeladen werden, versehen mit den farbenfrohen «Motlies» Illustrationen. Für alle iPad-Besitzer: stellt Euch die Geschichten in Eure iBook App, ist echt cool anzuschauen.

Zusätzlich zum Webauftritt steht eine kostenlose App für iPhone und iPad im AppStore bereit: das «Motlies Memory», ein lehrreiches und anspruchsvolles Memory-Spiel mit drei Schwierigkeitsstufen für bis zu vier Spieler. Derzeit ist das Spiel in Deutsch und Englisch verfügbar. Und es ist eine echte Herausforderung, nicht nur für Kinder!

Und wie es sich für so einen bunten Haufen gehört, sind die «Motlies» natürlich auch ‘sozial’ unterwegs – will heissen: die «Motlies» kennen fast jeden Winkel, den es in der (digitalen) Welt zu ergründen gibt. Dazu gehören Facebook ebenso wie Twitter. More to come. Motlies schon bald auf Instagram oder gar foursquare? Wer weiss…Wenn Ihr die «Motlies» auf Facebook und/oder Twitter verfolgt, werdet Ihr jedenfalls die Ersten sein, die das erfahren. Und die neusten Geschichten, die neusten Figuren oder was die «Motlies» sonst so treiben, werdet ihr dort sowieso immer zuerst erfahren. Das ist erst der Anfang. Die «Motlies» haben noch viel vor, ganz viel. The sky is the limit!

22. August 2011 von Cecile Oberholzer
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Dein Freund und Helfer

Verdutzt reibe ich mir dieser Tage immer wieder die Augen. Es ist gerade mal eine Woche her seit der abscheulichen Bluttat auf der Norwegischen Insel Utøya. Das Entsetzen ist weit herum gross und man stellt sich die berechtigte Frage, was einen Menschen zu einer derart absurden Tat bewegen kann.

Politische Beobachter waren rasch zur Stelle, um die Tat einzuordnen. Ging man zuerst von einer islamistischen Terroraktion aus, wurde rasch klar, dass es sich um eine Tat aus den eigenen Reihen handelte – ein Norweger brachte dutzende andere Norweger um. Eine Tat eines Irrsinnigen, keine Frage. Anders Breivik scheint getrieben gewesen zu sein von diffusen Ängsten vor einem Untergang der abendländischen Kultur. Ist er ein christlicher Fundamentalist? Ein Rechtspopulist? Ein geistesgestörter Fanatiker?

Vermutlich das eine oder andere. Vielleicht alles. Vielleicht auch nicht. Wir wissen es einfach noch nicht. Eines aber ist sicher: niemand würde eine derart bestialische, sinnlose Tat je billigen, ausser vielleicht ein paar fundamentalistisch-extremistische Kreise – aus welcher Ecke auch immer.

Es ist klar, nach einer solchen Tragödie kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Trotzdem verstehe ich nicht, weshalb unsere Medien diesem Täter eine derart prominente Plattform bieten. Das ist doch genau das, was er wollte. Sein wirres Manifest dürfte mittlerweile tausende Male heruntergeladen worden sein (ja, ich habe es auch heruntergeladen). Er erreicht damit ein Publikum, von dem er nie zu träumen gewagt hätte. Die Medien als willige Helfer, das Netz als bekannter Multiplikator zur Verbreitung von Botschaften.

Keine Frage, Breiviks teuflischer Plan geht bisher irgendwie auf. Besser, als er sich dies wohl erhofft hatte. Dank seinen medialen Helfern und Handlangern. Und als ob sie in williger Hörigkeit handeln würden, wissen unsere Medien – ob öffentlich-rechtlich oder privat – nichts Besseres, als noch mehr Öl auf Breiviks kleine teuflische Flamme zu giessen.

Es war in den vergangenen Tagen auffällig, dass in Berichten zu den Opfern des Attentats gerne gezielt gewählte Einzelschicksale heraus gepickt worden sind.

Ich erhebe mit diesen Beispielen mitnichten Anspruch auf Vollständigkeit, was die Berichterstattung betrifft. Ich habe diese gewählt, weil ich diese zufällig selbst gesehen habe. Aber ist es wirklich ein Zufall, dass alle gezeigten Schicksale einen muslimischen Hintergrund haben? Die sozio-kulturelle Herkunft der Opfer sollte in einer solchen Tragödie doch eigentlich überhaupt keine Rolle spielen. Aber genau mit solch tendenziöser Berichterstattung wird – schön nach Gusto der Bestie – so viel Öl wie möglich in die Flamme gegossen. Mein Gott, merkt ihr nicht, wie er Euch auch nach seiner Tat weiter instrumentalisiert?

30. Juli 2011 von Dominik Schmid
Kategorien: Digitale Gesellschaft, Medienmacht | Schlagwörter: | Schreibe einen Kommentar

Was uns der Facebook-Algorithmus nicht zeigt

Für Facebook ist es wunderbar, wenn grosse Unternehmen viel Geld in die Akquirierung von Fans auf Facebook stecken und dabei auch viele immer teurer werdende Facebook Ads buchen.

Doch wie jüngste Zahlen zeigen, nimmt die Interaktionsrate mit der Anzahl der Fans ab. Wieso das? Geben sich die Unternehmen mit zunehmender Fanzahl weniger Mühe bei den Posts? Warten die «Fans» nur noch passiv aufs nächste Gewinnspiel?

Weder noch.

Denn was wann in meinen Facebook News Feed kommt und ich darauf reagieren kann, das weiss nur Facebook. Für die anderen bleibt dieser Code geheim.

Als Facebook-User ist mir aber aufgefallen, dass in meinem News Feed kaum Nachrichten von Pages kommen (ausser ich bin selber Admin der Page). Tests von mir und anderen haben ergeben, dass auch die vermeintliche «Most recent»-Filter-Funktion nicht wirklich alle «Most recent»-Posts anzeigt. Offenbar nimmt uns Facebook hier die Entscheidung ab, was für uns relevant und interessant sein soll. Unternehmenseiten sind es mit zunehmender Anzahl Fans nicht. Auch wenn man selber einst den «Gefällt mir»-Button geklickt hat.

Schade, denn offenbar traut Facebook seinen Usern nicht zu, dass sie sich selber von Pages «abmelden» können, wenn ihnen die Posts von dieser Seite her nicht mehr gefallen.

Es könnte natürlich auch sein, dass Facebook die Updates der Unternehmen monetarisieren möchte und die Unternehmenspages schon bald zahlen müssen, um im News Feeds ihrer Fans zu erscheinen.

Das Konzept von Google+ mit den Circles verspricht da mehr, verlangt aber vom User auch mehr Pflege ab. Dafür hat es der User (noch) selber in der Hand, von wem er Beiträge sehen möchte und von wem nicht. In welchem Suchresultat uns Google mit seiner Suche jedoch tappen lässt, ist wieder eine andere strenggeheime Filtergeschichte.

25. Juli 2011 von Cecile Oberholzer
Kategorien: Digitale Gesellschaft | Schlagwörter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Nuthin’ but a ‘G+’ Thang

Man könnte meinen, Google+ sei das neue Gratis. Alle rennen hin und allen gefällt’s.

Die vielen Artikel, die bereits zu Google+ plubliziert wurden, enthalten alle den Vergleich zu Facebook und Twitter. Auf den ersten Blick ist dieser Vergleich auch verständlich. Denn was einem zuerst ins Auge sticht, hat man mal 2 bis 3 Leute «eingekreiselt», ist der umfassende Stream mit Artikel- und Content-Empfehlungen, Diskussionen und Fotos. Man wühlt sich durch, springt von einem spannenden Artikel zu anderen und vergisst darüber nicht nur Facebook und Twitter, sondern auch sich selber und …die Arbeit.

Erst auf den zweiten Blick fällt es einem wie Schuppen von den Augen, worin die Stärke von Google+ eigentlich liegt – sowohl aus Sicht der Monetarisierung als auch aus der Sicht des bequemen Users:

Seit es Google+ gibt, logge ich mich regelmässig bei Google im Brower ein, was ich bislang höchstens einmal pro Monat getan habe. Bereits habe ich auch das Hintergrund-Theme von Gmail geändert (in «Highscore»). Und siehe da, plötzlich fällt mir auch auf, dass ich auch den Foto-Dienst Picasa von Google sowie Google Docs schon einige Male benutzt habe. Auch der Google Kalender sowie der RSS Reader von Google gefallen mir eigentlich ganz gut. Ausserdem kann ich von überall her auf die Daten zugreifen, nichts ist auf meiner Festplatte, alles ist in … der Cloud! Und in der Cloud hat Google definitiv die Nase vorn.

Eine (inhaltlich) äusserst gelungene Präsentation, die sich vom üblichen Facebook- und Twitter-Vergleich abhebt, stammt von Vincent Wong aka «First Time Tech Founder»:

Cécile auf Google+
Dominik auf Google+

15. Juli 2011 von Cecile Oberholzer
Kategorien: Digitale Gesellschaft, Social Media | Schlagwörter: , , , | 1 Kommentar

All This Useless Beauty

Nein, bei diesem Titel geht es nicht um das gleichnamige Album von Elvis Costello, sondern um das neuste Album ‘Destroyed’ des New Yorker Künstlers Moby. Die Veröffentlichung eines neuen Albums ist per se nichts spezielles. Jeden Tag kommen hunderte, tausende neue Alben in den Handel.

Moby aber hat sich zum Release von ‘Destroyed’ etwas sehr schönes ausgedacht. Noch bevor es am 13. Mai 2011 im Handel erschienen ist, konnte ‘Destroyed’ auf einer Microsite von Moby bereits gestreamt werden. Dort beschreibt Moby kurz, wie das Album entstanden ist. Spät nachts während seiner Tournee, wenn er jeweils das Gefühl hatte, die einzige wache Person weit und breit zu sein. Er bezeichnet ‘Destroyed’ denn auch als ‘soundtrack for empty cities at 2 a.m.’ Entsprechend besinnlich und sphärisch sind die Klangbilder.

Auf einer eingebundenen Weltkarte hat er ausserdem eigene Bilder hoch geladen, die er auf der Tournee geschossen hat. Und jetzt kommt der Clou. Moby will von seinen Fans wissen, wie deren Heimatstädte nachts um 2 Uhr aussehen. Mit Hilfe der derzeit sehr beliebten und angesagten iPhone App Instagram sollen Fans überall auf der Welt ihre Bilder schiessen und mittels Hashtag #destroyed direkt auf die Karte hochladen.

Auf der Karte wird dann angezeigt, wer welches Bild wo hochgeladen hat. Die Karte lässt sich sehr nahe ranzoomen, so dass man den genauen Standort des ‘Fotografen’ zum Zeitpunkt des Hochladens sieht.

Schöne Idee, schönes Album, schöne Bilder. Und alles aus der Wolke. Datenschützer Thür dürfte es allerdings kalt den Rücken runter laufen.

Die erwähnten Alben kann man sich auf simfy.ch in voller Länge anhören:

Elvis Costello: All This Useless Beauty
Moby: Destroyed

19. Mai 2011 von Dominik Schmid
Kategorien: Mobile, Musik, Social Media | Schlagwörter: , | 1 Kommentar

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